Der Kampf ums Cookie geht weiter
In den USA hat sich eine neue Arbeitsgruppe mit dem Namen Safecount.org gegründet. Ziel dieser ehrenamtlich betriebenen Gruppe ist es, das Cookie durch Aufklärung der Nutzer und Kampf gegen Spyware zu retten.
Je nach Studie löschen zwischen 4% und 40% aller Nutzer mindestens einmal wöchentlich ihren Cookie-Cache. Browser wie der IE 6.0 blockieren in der Standardeinstellung alle 3rd-Party-Cookies, die von Web-Sites ohne maschinenlesbare Datenschutzrichtlinien gesetzt werden. Unter Firefox kostet es den Nutzer einen Mausklick, alle Cookies in Session-Cookies umzuwandeln. Session-Cookies zerkrümeln sobald der Nutzer den Browser schließt und sind damit für Webanalyse-Zwecke wertlos.
Mit anderen Worten: das persistente Cookie ist vielleicht noch nicht vom Aussterben bedroht, aber auf jeden Fall schwer unter Beschuß.
Safecount.org will hier auf die Vorteile von Cookies hinweisen, um so zu einer differenzierteren Sichtweise beizutragen. Außerdem sucht man den Kontakt zu Firmen, die Filtersoftware herstellen. Safecount.org möchte erreichen, daß ethisch einwandfreie Marketingtools auf eine weiße Liste gesetzt und deren Cookies nicht mehr geblockt werden. Zur Zeit ist es so, daß Tools wie Adaware Cookies von Falk, Doubleclick und anderen Vermarkter-Netzwerken als bedenklich einstufen und die Löschung empfehlen.
Auf der anderen Seite haben die Safecount-Mitglieder ein Interesse die schwarzen Schafe unter den Maketeers aufzuspüren und auszuschalten. Spy- und Adware läuft dem Ziel Meßmethoden zu installieren, mit denen die Industrie Daten sammeln kann, ohne die Datenschutzansprüche der Nutzer zu verletzen klar zuwider.
Im Beirat von Safecount sitzen Firmen wie Microsoft, Carat Interactive, Starcom und Dynamic Logic.
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