Teil 2: 10 Tips gegen verlassene Einkaufswagen
Dies ist der zweite Teil der Mini-Serie "Kunde lässt Einkaufswagen stehen". Lesen Sie hier die Tips 11 bis 20.
Geben Sie eine Telefonnummer an.
Wenn Ihre Kunden beim Bezahlen ein technisches Problem bekommen oder Sicherheitsbedenken haben, kann eine Telefonnummer der Rettungsanker sein. Rettungsanker für den Kunden, denn er kann seine Bestellung abschließen und Rettungsanker für Sie, denn Sie verlieren diesen Umsatz nicht. Richten Sie eine separate - wenn möglich gebührenfreie - Telefonnummer ein, dann sehen Sie gleich, wie viele Nutzer telefonische Hilfe in Anspruch nehmen müssen oder wollen.
Wo wir gerade bei alternativen Bestellwegen sind: Der Nutzer sollte das Bestellformular selbstverständlich auch ausdrucken und an Sie faxen können.
Bieten Sie zusätzliche Produkte an.
An jeder Supermarktkasse stehen die Regale mit Quengelware, Zigaretten und anderen Kleinigkeiten. Nutzen auch Sie die Möglichkeit dem Kunden während des Bezahlens passende Produkte anzubieten. Basierend auf dem Inhalt des Warenkorbs sollten Sie das Up- und Cross-Selling-Potential voll ausnutzen.
Machen Sie es neuen Kunden einfach.
Besonders Erstnutzern sollten Sie so wenig Steine wie möglich in den Weg legen. Bestehende Kunden kennen und schätzen Ihre Site und finden sich ohne große Hilfe zurecht. Erstkunden müssen Sie erst noch überzeugen - Registrierungs- und Anmeldeformalitäten sollen keine Hürde beim Verkauf sein.
Bremsen Sie Ihre Marketing-Abteilung.
Der Kunde will kaufen und nicht seine demographischen Daten abliefern. Fragen Sie neue Nutzer deshalb bei der Erstanmeldung nur nach den absolut nötigen Daten.
Niemand wird es Ihnen verdenken, wenn Sie Ihre Nutzer besser kennen lernen wollen. Nutzen Sie dazu Gewinnspiele oder ähnliches, um Ihre bestehende Nutzerschaft zu befragen.
Nutzen Sie Empfehlungen Dritter.
Sind Sie ein Trusted Shop? Haben Sie eine andere Zertifizierung, die Sie als sicher und seriös ausweist? Dann präsentieren Sie die entsprechenden Logos plakativ auf Ihren Bestellseiten. Laut Trusted Shops, kann dies den Umsatz um über 50% steigern.
Bieten Sie eine Preis-Garantie.
Wenn Sie Markenprodukte zu konkurrenzlos günstigen Preisen verkaufen - warum nicht eine Preisgarantie geben? Sollte der Nutzer das Produkt irgendwo billiger sehen, bekommt der den Differenzbetrag erstattet.
Bieten Sie mehrere Zahlungsmöglichkeiten an.
Selbstverständlich müssen Sie gerade bei den Zahlungsmöglichkeiten die wirtschaftlichen Kriterien (Zahlungsausfallrisiko, etc.) im Auge haben. Je breiter allerdings das Spektrum der von Ihnen angebotenen Zahlungsmöglichkeiten ist, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde kauft. Neben den Klassikern Vorkasse, Nachnahme, Rechnung und Kreditkarte sollten Sie auch Newcomer wie das rein Internet-basierte PayPal prüfen. PayPal ist ein Unternehmen der EBay-Gruppe.
Bestärken Sie den Kunden darin, das Richtige gekauft zu haben.
Zu oft verstecken Shop-Betreiber wichtige Informationen in den Tiefen der Web-Site oder hinter unleserlich kleiner Schrift am Ende einer Seite. Das verunsichert potentielle Käufer nur und weckt Zweifel an Ihrer Seriosität. Verlinken Sie deshalb auf die Garantiebedingungen, Frachtkosten, Finanzierungspläne und Testimonials zufriedener Kunden.
Sie sollten diese Informationen in Pop-ups präsentieren und dies aus 2 Gründen auch entsprechend erwähnen. Zum einen kann der Nutzer einen eventuellen Pop-up-Blocker deaktivieren und zum anderen weiß der Nutzer, dass seine Bestellseite erhalten bleibt und er nicht mühsam zurücksurfen muss.
Zeichnen Sie Ihre Fehler auf.
Niemand ist perfekt und auch Ihr Shopping-System wird so manchem Fehler machen. Entwickeln Sie ein System, das Ihnen hilft, diese Fehler aufzuspüren. Wenn Sie beispielsweise feststellen, dass eine signifikante Anzahl von Kunden Cookies nicht akzeptiert, sollten Sie eine cookie-freie Variante Ihres Shops entwickeln. Ihre Umsätze werden es Ihnen danken.
Befragen Sie Ihre Nutzer.
So wie jeder Kellner beim Abräumen fragt "Hat es geschmeckt?", sollten Sie alle Nutzer, die Ihre Site verlassen fragen "Waren Sie mit dem Bezahlvorgang zufrieden?". Legen Sie dabei besonderes Augenmerk auf die Nutzer legen, die den Bestellvorgang abgebrochen haben. Schrecken Sie dabei auch vor Bestechung nicht zurück: "Wenn Sie diese fünf Fragen beantworten, kostet Sie das zwei Minuten und wir senden Ihnen als Dankeschön folgendes Produkt zu.".
Das war der zweite Teil der Mini-Serie "Kunde lässt Einkaufswagen stehen".
Jede Web-Site ist anders, manche Tips werden Ihren Umsatz hochtreiben, andere dagegen zu kaum messbaren Resultaten führen. Suchen Sie sich die Tips heraus, von denen Sie sich das meiste erhoffen und testen Sie. Aber bitte nicht alle gleichzeitig, sondern einen nach dem anderen, sonst wissen Sie nicht welcher Tip wie gut wirkt.
Viel Erfolg!
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