Teil 1: 10 Tips gegen verlassene Einkaufswagen
Zwar kaufen 30% aller Deutschen bereits im Internet ein, doch vier von zehn Nutzer lassen Ihren wohlgefüllten Einkaufswagen einfach stehen und verschwinden in den Tiefen des WWW ohne einen einzigen Euro Umsatz gemacht zu haben. Warum? Ich habe hier zehn Praxis-Tips zusammengetragen, die Ihnen helfen sollen mehr Umsatz zu machen.
Wieviele Schritte muß der Kunde beim Bezahlen durchlaufen?
Weniger ist mehr - so die gängige Meinung. Neuere Studien zeigen aber, daß dieser Punkt differenzierter betrachtet werden muß. Sicherlich, kein Nutzer schätzt endlos lange Check-outs, aber wenn der Kunde das gewünschte Produkt gefunden hat, bringt er auch die Zeit fürs Bezahlen mit. Da für eine Änderung der Bestell-Seiten auch das Backend angepaßt werden muß und dies meist recht aufwending ist, empfehlen wir die folgende Fautformel: Solange Sie dem Nutzer nicht mehr als sechs Stufen zumuten, sollten Sie sich lieber auf die folgenden Bereiche konzentrieren.
Zeigen Sie dem Nutzer, wo er sich im Prozeß befindet.
Es ist dabei egal, ob sie dieses Problem grafisch (z.B. über einen Balken) oder textlich (Schritt 1 von 4) lösen. Wichtig ist nur, daß Sie diesen “Wasserstandsanzeiger” gut sichtbar auf jeder Seite anbringen und dem Nutzer klar mitteilen, was zu tun ist. Außerdem sollte es dem Nutzer jederzeit möglich sein ohne Datenverlust zu blättern und Änderungen vorzunehmen.
Verlinken Sie zum Produkt.
Jedes Produkt im Einkaufswagen sollte mit der entspechenden Seite verlinkt sein, so daß der Nutzer wann immer er es wünscht die gewünschten Dateils nachsehen kann. Sie schaffen so Vertrauen und bestärken den Nutzer darin das richtige Produkt ausgewählt zu haben.
Bebildern Sie den Einkaufswagen.
Wenn Sie jedes Produkt im Einkaufswagen mit einem kleinen Vorschau-Bild illustrieren können Sie den Umsatz um bis zu 10% hochtreiben.
Gehen Sie das Thema Versandkosten offensiv an.
Es hat keinen Sinn das Thema Versandkosten zu verstecken. Der Nutzer will vorab wissen, was ihn der Versand kostet und welche Optionen er hat. Bieten Sie ihm also frühstmöglich einen umfassenden Überblick, das unterstreicht Ihre Seriosität. In diesem Zusammenhang: Wenn die Versandadresse mit der Rechnungsadresse identisch ist, sollte der Nutzer dies mit einem Klick angeben können.
Zeigen Sie die Produktverfügbarkeit an.
Online-Shopper wollen alles gleich und sofort. Tragen Sie dieser Mentalität Rechnung, indem Sie direkt auf der Produkt-Seite Angaben zur Verfügbarkeit und Lieferzeiten machen.
Bieten Sie eine klare Nutzerführung
Auf jeder Bestell-Seite sollte sich eine prominent platzierte Schaltfläche mit dem Titel “Weiter” oder “Nächster Schritt” befinden. Ganz wichtig: Diese Schaltfläche muß sich deutlich von anderen Schaltflächen unterscheiden und darf auf gar keinen Fall der Schaltfläche ähneln, mit der die Nutzer ein Produkt aus dem Warenkorb entfernen können. Klingt trivial - ist aber alles schon vorgekommen.
Die Inhalte des Einkaufswagens müssen einfach zu ändern sein.
Es sollte problemlos möglich sein die Anzahl der gekauften Produkte zu ändern, bzw. ein Produkt ganz aus dem Warenkorb zu entfernen. Wenn Sie Produkte verkaufen, die es in mehreren Varianten gibt, dann sorgen Sie dafür, daß der Nutzer problemlos ein blaues, statt eines grünen T-Shirts kaufen kann und das er die Hosengröße mit einem Mausklick von 38 auf 40 ändern kann. Diese Änderungen müssen selbst auf der Zielgeraden, kurz vor dem Bezahlen noch möglich sein. Denn im Zweifelsfall läßt der Nutzer lieber den ganzen virtuellen Einkaufswagen stehen, bevor er sich erneut durch den Bezahlprozeß quält.
Nehmen Sie alle Schuld auf sich.
Reagieren Sie auf Falscheingaben des Nutzers mit einer sinnvollen, prominent platzierten Fehlermeldung. Aufgrund der Fehlermeldung muß dem Nutzer klar sein, was zu tun ist. Und was das “Schuld aufsich nehmen” angeht: Selbst wenn der Nutzer eine absolut idiotische Fehleingabe macht; der Tenor Ihrer Fehlermeldungen sollte immer sein “Das System war leider zu dumm zu verstehen, was Sie lieber Nutzer eingegeben haben”. Seien Sie versichert - dies wird die Gefühle Ihres Web-Servers nicht verletzen.
Zeigen Sie Flagge
Als seriöses Unternehmen haben Sie es nicht nötig sich zu verstecken. Wenn Sie während des Bezahlprozesses Ihre Firmenanschrift und womöglich eine Hotline-Nummer angeben, ist dies eine vertrauensbildende Maßnahme, auf die Sie nicht verzichten sollten.
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