Doubleclick E-Commerce Trend Report - zweites Quartal 2004
Die Nutzer werden schlauer - Online-Shopping entwächst den Kinderschuhen
Doubleclick veröffentlicht seit dem zweiten Quartal 2003 jedes Quartal den so genannten E-Commere Site Trend Report. Dieser Report basiert auf Daten, die über SiteAdvance (Doubleclicks Web-Analyse-Software) erfaßt werden. Die Datenbasis ist dabei sehr breit. Erfaßt werden laut Doubleclick mehrere hundert Millionen Besucher, die insgesamt für über eine Milliarde Dollar Online-Umsatz stehen. Damit sind die in diesem Report präsentierten Trends sicher US-lasting, aber durchaus auch für Online-Händler in Deutschland interessant.
Die Ergebnisse für das zweite Quartal 2004
- Online-Shops werden verstärkt frequentiert und die Nutzer rufen pro Besuch mehr Seiten ab. Im Schnitt 1,54 mal besucht ein Nutzer einen Online-Shop. Er investiert dabei knapp fünf Minuten und ruft im Schnitt elf Seiten ab. Für jede Seite bleiben da weniger als 30 Sekunden übrig! Kommen Sie auf den Punkt, sonst ist der Nutzer weg.
- Die interne Suche einer Web-Site wird immer wichtiger. Die Nutzer sind sehr zielorientiert und erwarten relevante Suchergebnisse. Damit ist die interne Suche direkt mit den Konversionsraten verknüpft. Ohne gute Suchfunktion keine Umsätze! Der Zwölf-Monats-Vergleich (zweites Quartal 2003 - zweites Quartal 2004) zeigt, daß die Nutzung der internen Suche um 26% zugenommen hat. Diese dramatische Zunahme schlägt sich auch in den Konversionsraten nieder: 8,4% aller Umsätze werden direkt über die Suche generiert. Besonders augenfällig wird die Bedeutung der internen Suche, wenn man sich das durchschnittliche Auftragsvolumen ansieht: In den letzten zwölf Monaten stieg der Wert des durchschnittlichen Warenkorbs um 47% auf 110,62$.
- Im Gegensatz zu früher haben die Nutzer weniger Hemmungen Produkte in den Einkaufswagen zu legen. Allerdings haben die Nutzer auch keine Probleme damit, volle Einkaufswagen einfach stehen zu lassen. Ein klares Signal, daß viele Nutzer vergleichend unterwegs sind und dann der attraktivsten Web-Site den Vorzug geben. Auf jeden ausgegebenen Dollar kommen 4,51$ Umsatz, die nicht realisiert werden konnten, weil der Kunde den Einkaufswagen hat stehen lassen. Insgesamt 57% aller Einkaufswagen verwaisen, dies sind 24% mehr, als noch vor einem Jahr (zweites Quartal 2003). Ein kleiner Lichtblick: Immerhin 26,5% aller Umsätze kommen von Nutzern, die zu ihren Einkaufswagen zurückgekehrt sind. Im zweiten Quartal 2003 waren die Rückkehrer allerdings noch für 35,6% aller Umsätze verantwortlich.
- Grundsätzlich steigen die Konversionsraten und auch das Volumen eines durchschnittlichen Warenkorbes wächst. Im Schnitt werden 4,9% (14% mehr als noch vor einem Jahr) aller Besucher zu Käufern, der durchschnittliche Auftragswert liegt bei beachtlichen 134$. Dies entspricht einer Steigerung um 15% binnen zwölf Monaten (zweites Quartal 2003 - zweites Quartal 2004). Der durchschnittliche Umsatz pro Besuch stieg binnen eines Jahres (zweites Quartal 2003 - zweites Quartal 2004) um 25% auf 4,28$.
Fazit
Die Nutzer werden immer anspruchsvoller und kennen sich online immer besser aus. Für Betreiber eines Online-Shops bedeutet das: Ständige Innovation. Optimieren Sie Ihre Site, vereinfachen Sie die Navigation, verbessern Sie die Suche, analysieren Sie das Benutzerverhalten. Nur so halten Sie die Bestandskunden und gewinnen Neukunden. Grundsätzlich können Sie als Shop-Betreiber aber optimistisch in die Zukunft sehen: Online-Shopping ist zu einer festen Größe im Einkaufsverhalten der Menschen geworden.Der E-Commerce-Report zeigt, daß zwei Punkte dabei von zentraler Bedeutung sind:
- Ohne eine gute interne Suche kann ein Online-Shop nicht bestehen. Neben der Suche ist aber nach wie vor auch die Homepage von zentraler Bedeutung für die Performance einer Site. Das Zeitbudget der Nutzer hat sich kaum geändert: Zwar werden mehr Seiten abgerufen, der Nutzer wendet aber pro Seite weniger Zeit auf, also noch vor einem Jahr. Das bedeutet: Nur eine klare und überzeugende Kommunikation macht Nutzer zu Käufern.
- Verlassene Einkaufswagen bergen ein Umsatzpotential, das es zu heben gilt. Versuchen Sie so viele Beinahe-Kunden wie möglich mit speziellen Marketing-Maßnahmen Zurückzugewinnen. Sie sollten den gesamten Bezahlprozeß ebenfalls kritisch durchleuchten und etwaige Stolpersteine aus dem Weg räumen und so die Konversionsraten zu erhöhen.
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