Die Macht der Frage

Sie haben ein Problem mit Ihrer Web-Site? Fragen Sie Ihre Nutzer, statt ein aufwendiges Web-Analyse-Projekt ins Leben zu rufen.

Solide Zahlen sind zwar das A und O der Web-Analyse, manchmal ist es aber klüger einfach eine gezielte Frage zustellen oder eine Mini-Meinungsbefragung zu plazieren, um ein Web-Analyse-Problem zu lösen.
Als ich vor einiger Zeit die Web-Site einer Bekannten untersuchte, hatten wir das klassische Problem: Eine gut gestaltete Registrierungsseite mit fünf Fragen und der Schaltfläche "Jetzt anmelden". Die Fragen selbst waren nicht zu bemängeln, die Seite war in jedem Browser gut zu bedienen, warum dann die hohe Abbrecherquote?
Wir waren ratlos.
Wir hatten dann die Wahl Alternativen zu gestalten und diese über A/B-Tests zu bewerten oder jedem Abbrecher ein kleines Pop-up mit der Frage "Warum brechen Sie die Anmeldung ab?" zu präsentieren. Das Pop-up war ganz spartanisch, nur die Frage, ein Freiformfeld und die Schaltfläche "Senden".
Aus Kostengründen haben wir uns für die Pop-up-Lösung entschieden. Wir erhielten zwar nur wenige Antworten, die uns aber die Lösung brachten: Die Nutzer konnten den Captcha-Code nicht lesen. Die kleine Grafik mit der zufälligen Buchstaben/Zahlenkombi, die wir als Antispam-Maßnahme nutzten war so verzerrt, daß die Nutzer Probleme hatten die einzelnen Buchstaben zuzuordnen. Nach dem wir die Captachs leserlicher gestaltet hatten, stieg die Anmelderate signifikant an.
Und die Moral von der Geschicht´: Seien Sie pragmatisch. Zahlenfresserei ist nicht immer der schnellste Weg zu besseren Konversionsraten.

Weitere Artikel:

Voriger Artikel: Clicktracks plant Freigabe eines PPC-Moduls
Nächster Artikel: netaspect gmbh - internet & marketing

Kommentare unserer Leser

Das ist die Trackback-URL für diesen Artikel:

Trackbacks: